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Urlaub in der Bretagne

Diesen Mai haben wir nach langer Zeit wieder einmal Familienurlaub gemacht. Ich bin zusammen mit meinen beiden Kindern und allen vier Hunden für eine Woche in die Bretagne gefahren. 

 

Es ist nicht ganz einfach, eine hundegerechte Bleibe zu finden, aber durch Zufall bin ich letztes Jahr auf ein Ferienhaus mit grossem, komplett eingezäuntem Garten gestossen und musste es einfach sofort buchen. 

 

Wir haben also unsere sieben Sachen gepackt und sind am 28. April nachts in Richtung Atlantikküste aufgebrochen.

Als wir nach über 12 Stunden Fahrt endlich am Ziel angekommen waren, mussten wir - ohne richtige Kamera, denn die Ausrüstung war noch nicht ausgepackt - natürlich sofort zum Meer runter. 

 

Nach diesem ersten kleinen Ausflug haben sich die Hunde erstmal von den Strapazen der Reise erholt und den Rest des Tages im wirklich riesigen Garten gefaulenzt. Genauso wie die Zweibeiner, die von der Fahrerei ziemlich kaputt waren. 

Wir hatten unglaubliches Wetterglück, denn ausser an den ersten beiden Tagen, an denen wir ein bisschen Regen in Kauf nehmen mussten, war es immer sonnig von morgens bis abends. 

 

Die Gelegenheit, um auch einmal ein wenig Landschaftsfotografie - Luft zu schnuppern.

Schliesslich hatte ich mich darauf vorbereitet und meine Ausrüstung auch entsprechend mit dem Nikon 14-24, 2.8, einem stabilen und sehr gelenkigem Stativ, ND Filtern und einem Verlaufsfilter aufgestockt. 

 

Allerdings habe ich gemerkt, dass diese Aufnahmen nicht ganz so einfach sind, wie ich es mir vorgestellt hatte. Am Anfang war die Kommunikation zwischen mir, meinem Funkauslöser und der Kamera etwas harzig, aber wir konnten dann unsere Differenzen nach kurzem Studium bei Herrn Google doch aus dem Weg räumen und gemeinsam ein paar schöne Aufnahmen machen. 

Die Hunde waren zum ersten Mal am Meer, entsprechend spannend war es für sie. 

Die wilden Wellen, die es an den stürmischen Tagen gab, übten eine magische Anziehungskraft auf die Vierbeiner aus.

 

Diese mussten dank ihrer Neugier so manch akrobatischen Rettungssprung vollführen, um nicht klatschnass zu werden. Denn auch durch Beissen hat das freche Meer einfach nicht aufgehört, sie anzuspritzen. Doch auch der Sand und die nach dem Sturm zahlreich herumliegenden Algen waren super interessant.  

Unser Haus war gleich am Aber Ildut, ein Paradies für Angler, wie übrigens die ganze Gegend. Es hatte in unmittelbarer Nähe viele kleine Seen, an denen man nicht nur auf Fischjagd gehen, sondern auch tolle Spaziergänge machen konnte. 

 

Am wettertechnisch schlechtesten Tag sind wir unserem Küstenfluss ein wenig ins Landesinnere gefolgt und waren vom streckenweise märchenhaft verwunschenen Uferweg total begeistert. Davon gibt es aber leider auch nur Handyfotos, weil ich zu faul war, die Kamera mitzuschleppen. 

Die restliche Zeit haben wir überwiegend mit Faulenzen, Angeln und Muscheln suchen am Strand verbraucht. Am letzten Tag kam sogar noch ein Seehund in die Nähe der Felsen gleich bei unserem Haus, um meinem Sohn beim Angeln zuzuschauen. Leider waren wir Frauen nicht schnell genug am Wasser. Jedenfalls hat der Bursche nicht auf uns gewartet und ist vorher wieder abgetaucht. 

 

Eine Sache ist noch zu erwähnen. 

Die ganze Familie ist kurzfristig in eine grosse Krise gestürzt, weil im Menü des vorhandenen Fernsehers kein Sender zu finden war, der das Champions League Halbfinal übertragen hätte. Und das Internet war so lahm, dass man das Spiel auch nicht mit dem Laptop schauen konnte. 

Doch wir haben es am Ende geschafft, die Krise abzuwenden, einen passenden Sender einzustellen und uns das Spiel in voller Länge anzusehen. 

Ja, manchmal sind fussballverrückte Menschen ein klein wenig irr. 

Nun gehört diese Auszeit am Atlantik leider schon wieder der Vergangenheit an. Aber die Erinnerungen an ein Haus mit genialem Garten, nette Menschen und eine wunderbare Natur werden uns noch lange begleiten. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Andrea Hegnauer (Donnerstag, 01 März 2018 14:09)

    ganz tolle Aufnahmen ! Ich muss dringend auch mal in die Bretagne !